Hirntumore

Als Hirntumoren werden alle gutartigen und bösartigen Neubildungen im Gehirn bezeichnet. Glioblastome und Hirnmetastasen bilden hierbei zwei besondere Formen der Erkrankung.

Bei Glioblastomen handelt es sich um bösartige Hirntumoren, die vor allem im mittleren und höheren Lebensalter auftreten und sich innerhalb kürzester Zeit entwickeln können. Aufgrund ihres raschen Wachstums und ihrer Ausbreitung in das umgebende Hirngewebe sind Glioblastome nur schwer zu therapieren. Die Prognosen sind daher für Betroffene leider meist ungünstig. Die Linderung von Begleitsymptomen bildet daher einen wesentlichen Bestandteil der Behandlung.

Hirnmetastasen sind Absiedlungen von Tumoren die in anderen Körperregionen wachsen, wie z. B. in der Lunge oder Brust. Einzelne Krebszellen können sich von diesem Primärtumor ablösen und ins Gehirn wandern, wo sie sich wieder festsetzen und weiter wachsen. Hirnmetastasen bestimmen oftmals den Verlauf der gesamten onkologischen Erkrankung und stellen deshalb ebenfalls eine therapeutische Herausforderung dar.

Die Symptome von Hirntumoren sind vielfältig und abhängig von Art und Lokalisation des Tumors. Erste Anzeichen können unspezifische Symptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen oder Krampfanfälle sein. Aber auch Sprech- oder Sehstörungen sind möglich. Die verschiedenen Symptome können einzeln oder in Kombination auftreten und sich im Verlauf der Tumorerkrankung verstärken.


Interdisziplinäre Therapie nach dem neuesten Stand der Wissenschaft

Die Behandlung von Hirntumoren unterscheidet sich je nach konkreter Erkrankung und Befinden eines Patienten. Zu den Behandlungsmöglichkeiten gehören Operationen, Strahlentherapie, Chemotherapie oder Immuntherapie. Um das bestmögliche Behandlungsergebnis für einen Patienten zu erzielen, kommen diese zumeist kombiniert zum Einsatz.

Aufgrund der komplexen biologischen Rahmenbedingungen dieser Erkrankung sind die Anforderungen an die Therapie von Hirntumoren sehr hoch. Am CIO ∙ Cancer Center Cologne arbeiten Experten verschiedener Einzeldisziplinen daher eng für Sie zusammen: Interdisziplinäre Teams von Neurochirurgen, Neurologen und Strahlentherapeuten entwickeln ein individuelles Behandlungskonzept, nach dem Ihre gezielte Therapie erfolgt. Das CIO bietet Ihnen modernste Diagnostik- und Behandlungsverfahren wie neueste Bestrahlungsverfahren, fluoreszenz- und navigationsgestützte Tumorresektionen, Eingriffe mit dem Cyber Knife sowie personalisierte Chemotherapien.

Neuroonkologische Forschung im CIO ∙ Cancer Center Cologne

Mit dem Ziel, die Therapie und Prognose von Hirntumoren kontinuierlich zu verbessern, ist das CIO ∙ Cancer Center Cologne national und international an allen größeren Studien zu bösartigen Hirntumoren beteiligt und treibt damit die Forschung in diesem Bereich stetig voran. Wesentliche Impulse für neue Therapiestudien wurden von neuroonkologischen Mitarbeiten des CIO Köln-Bonn gesetzt.

In Zusammenarbeit mit den Max-Planck-Instituten sowie weiteren Forschungszentren und Abteilungen innerhalb der Uniklinik und deutschlandweit arbeitet das CIO ∙ Cancer Center Cologne auch an neuen Diagnostik- und Bildgebungsverfahren mit innovativen MRT-Sequenzen und der Positronen-Emissions-Tomographie (PET). In Kooperation mit dem Forschungszentrum Jülich werden z. B. bereits neuere diagnostische Methoden wie die simultane Hybrid PET/MRT-Bildgebung durchgeführt. Die bisherigen Forschungsergebnisse des CIO ∙ Cancer Center Cologne zur PET-Diagnostik und zur stereotaktischen Therapie von Hirntumoren wurden bereits international beachtet und umgesetzt. Unser Fokus liegt auf der kontinuierlichen Entwicklung neuer Therapiestandards für betroffene Patienten.