• Leitende Ärzte

    Prof. Dr. med. Michael Hallek

    Priv.-Doz. Dr. med. Thomas Elter

Chronische lymphatische Leukämie (CLL)

Die chronische lymphatische Leukämie (CLL) ist die häufigste Leukämie in westlichen Ländern und tritt vor allem im höheren Lebensalter auf. Leukämie ist ein Sammelbegriff für Erkrankungen, die mit einer bösartigen Zunahme weißer Blutzellen einhergehen, und wird deshalb auch Blutkrebs genannt. Bei vielen Patienten verläuft diese Leukämie sehr langsam, selten gibt es aber auch Fälle mit einem sehr raschen Krankheitsverlauf.

Am häufigsten fällt die Erkrankung durch eine Vergrößerung der Lymphknoten auf. Mögliche Symptome sind Abgeschlagenheit, Leistungsabnahme, ungewollte starke Gewichtsabnahme oder häufig auftretende Infekte.


Modernste Behandlungsmöglichkeiten

Dank vielfältiger neuer Therapieverfahren kann die CLL heute besser behandelt werden als noch vor einigen Jahren. Welche Therapieform die geeignete ist, unterscheidet sich von Patient zu Patient und hängt beispielsweise davon ab, in welchem Erkrankungsstadium sich der Patient befindet, welche Risikofaktoren bei einer genaueren Untersuchung der CLL-Zellen vorliegen und ob bzw. welche Begleiterkrankungen vorhanden sind. Im CIO ∙ Cancer Center Cologne werden Sie in jedem Fall von erfahrenen Spezialisten, den Hämatoonkologen, betreut.

Im fortgeschrittenen Stadium wird die CLL mit Medikamenten behandelt. Neben Chemotherapien stehen dafür neue Immuntherapien (insbesondere Antikörpertherapien) sowie gezielte Therapien durch neue Medikamente mit hoher Wirksamkeit zur Verfügung, die wir auch ambulant anbieten.

Patienten mit einer fortgeschrittenen CLL, die gleichzeitig eine schlechte Prognose haben, bieten wir in unserer Klinik die Durchführung einer Stammzelltransplantation mit allogenen, also nicht eigenen, Stammzellen an.

Wissensvorsprung im CIO ∙ Cancer Center Cologne

Das CIO ∙ Cancer Center Cologne ist an herausragenden Forschungsleistungen auf dem Gebiet der CLL beteiligt. Unsere Patienten profitieren insbesondere davon, dass die deutsche CLL-Studiengruppe in den Räumen des Universitätsklinikums Köln untergebracht ist. Die Studiengruppe wird seit 1996 von Professor Michael Hallek geleitet und führt zahlreiche Studien zur Verbesserung der Diagnostik und Therapie von CLL durch. Die deutsche CLL-Studiengruppe gehört zu den weltweit führenden Institutionen zur Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten von CLL. Unseren Patienten ermöglicht das einen frühen Zugang zu neuen Therapieverfahren.

Die Forschungsergebnisse der CLL-Studiengruppe haben international Anerkennung gefunden und maßgeblich zur Entwicklung moderner Therapieverfahren beigetragen, die inzwischen in vielen Ländern eingesetzt werden: So konnte beispielsweise im Rahmen einer international durchgeführten Studie belegt werden, dass der Einsatz des Antikörpers Rituximab die Wirksamkeit der bisherigen Chemotherapie deutlich verbessern kann.

Daneben hat die Studiengruppe in Kooperation mit der Mayo Clinic in den USA ein neues System gefunden, um die Prognose der einzelnen Patienten mit einer CLL besser bestimmen zu können. Die klinischen Studien werden durch Forschungsprojekte ergänzt, die sich mit der Ursachenerforschung und neuen Ansätzen für zukünftige Therapien beschäftigen.