Netzhautchirurgie

Die Netzhaut (Retina) ist die innerste Hülle des Augapfels. Sie besteht aus Millionen lichtempfindlicher Nervenzellen, den sogenannten Zapfen und Stäbchen. Die Zapfen dienen zum Farbsehen bei Tag, die Stäbchen sind für das Schwarz-Weiß-Sehen bei schlechter Beleuchtung zuständig.

Ausschließlich und besonders viele Zapfen befinden sich im sogenannten gelben Fleck (Makula), der „Stelle des schärfsten Sehens“. Die Stäbchen sind hingegen mehr im Randbereich der Netzhaut zu finden. Die Makula liegt auf der optischen Achse im Zentrum der Netzhaut. Daneben befindet sich der blinde Fleck, die Austrittsstelle des Sehnervs aus dem Auge (Papille). Der Sehnerv ist die Datenleitung zum Gehirn und besteht aus bis zu 1,2 Millionen Nervenfasern, die die optischen Informationen von der Netzhaut an das Sehzentrum im Gehirn weiterleiten, wo das eigentliche Bild entsteht.

Leitender Arzt

 

 

   Univ.- Prof. Dr. Bernd Kirchhof

 

 

 


Augen auf fürs Augenlicht

Die Netzhaut besitzt keine Schmerzfasern. Das Alarmzeichen Schmerz hilft also nicht, eine Erkrankung der Netzhaut frühzeitig zu erkennen. Deshalb sollten Veränderungen am Auge bzw. an der Sehqualität besonders aufmerksam verfolgt und laufend kontrolliert werden.

Am Eye Center Cologne stehen sämtliche diagnostische Möglichkeiten auf höchstem technischen Niveau zur Verfügung, um Erkrankungen in einem frühen Stadium zu erkennen und dadurch wirksam therapeutisch eingreifen zu können.

Spitzenmedizin auf der Höhe der Zeit

Nach Angaben der WHO zählen die altersbedingte Makuladegeneration und die diabetische Retinopathie zu den Hauptursachen für eine Erblindung im Erwachsenenalter. Diese Erkrankungen stellen daher auch zwei Forschungsschwerpunkte des Eye Center Cologne dar.

Bei der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) bilden sich durch Störungen des Stoffwechsels der Netzhaut Ablagerungen unter der Netzhaut, die zu einer Verringerung der Sehschärfe, Schwellungen oder Blutungen führen können.

Das Eye Center Cologne ist eine der weltweit führenden Einrichtungen bei der Entwicklung innovativer Behandlungsmethoden mit dem Ziel, Erblindungen durch Makuladegeneration zu verhindern. So steht beispielsweise seit Neuestem für Patienten mit feuchter Makuladegeneration im fortgeschrittenen Stadium mit der stereotaktischen Teleröntgenbestrahlung der Makula ein völlig neuer Bestrahlungsansatz zur Verfügung.

Der zweite Forschungsschwerpunkt liegt auf der diabetischen Retinopathie – einer Netzhauterkrankung, die durch die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) hervorgerufen wird. Hoher Blutzucker schädigt die kleinsten Blutgefäße der Netzhaut, in der Folge kann es durch Gefäßverschluss zu Mangelversorgung und durch Veränderungen an den Gefäßwänden zu kleinen Blutungen in der Netzhaut und vermehrten Ablagerungen von Fettsubstanzen kommen. Diese Vorgänge werden von den Betroffenen nicht bemerkt und sind mit keiner Einschränkung der Sehfähigkeit verbunden. In diesem Stadium kann die Netzhautveränderung noch gut behandelt werden. Schreitet die Erkrankung jedoch fort, so kann das schwere Sehbehinderungen oder auch das Erblinden zur Folge haben.

Die Experten am Eye Center Cologne arbeiten international vernetzt im Rahmen verschiedener Studien an der Analyse innovativer neuer Ansätze zur Therapie der diabetischen Retinopathie.